Agrar-Ökologie
Der Weltagrarbericht zeigt: Wir brauchen eine agrarökologische Evolution der Landwirtschaft, der Lebensmittelproduktion und des Konsums.
Sich ihren jeweiligen Umweltbedingungen anzupassen, ist die Kunst der Landwirtschaft seit ihren Ursprüngen vor 10.000 Jahren. Erst in den letzten 100 Jahren erlaubte die Erschließung und Nutzung fossiler Energiequellen einem Teil der Menschheit, den aufmerksamen Austausch mit der Natur durch den Einsatz von Maschinen und moderner Chemie zu ersetzen. Dies führte in den letzten 60 Jahren zu einer beispiellosen globalen Umgestaltung und Ausbeutung natürlicher Lebensräume und regionaler Agrar- und Ernährungssysteme, deren Folgen heute zentrale Menschheitsprobleme geworden sind.






Wegen übertriebenen Gebrauchs von Pestiziden, was ein massives Bienensterben zur Folge gehabt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft von Weiden/Udine Ermittlungen gegen 38 Landwirte aufgenommen. Rund 20 Mais- und Sojafelder in der Gegend der Stadt wurden beschlagnahmt. Es ist dies die erste Maßnahme der Justizbehörden dieser Art in Italien. Der Verdacht lautet auf massive Schädigung der Umwelt. Die Ermittlungen waren aufgrund von Anzeigen einiger Imker im Raum Udine aufgenommen worden, die ein starkes Bienensterben festgestellt und es mit dem Gebrauch von Neonicotinoiden in Verbindung gebracht hatten.
Hauptgrund für die starken Rückgänge der Vogelbestände ist die intensive Nutzung der Agrarflächen. Je nach Art gab es zwischen 1998 und 2016 in Österreich einen Rückgang von bis zu 90 Prozent. Aufgrund dieser Zahlen fordert Greenpeace eine baldige „Agrarwende“.