Ein kleines Dorf wehrt sich gegen Pestizide
Schweres Thema, großer Andrang: Der Dokumentarfilm „Das Wunder von Mals“ lockt 120 Zuschauer ins Kino
Ein fast volles Haus gab es im Ludwigsburger Kino Luna, als der Dokumentarfilm „Das Wunder von Mals“ auf dem Spielplan stand. Obwohl es dort um eine schwere Kost ging: den Einsatz von Giften, Pestiziden und Glyphosat in der Landwirtschaft und in den Gemeinden. Auch der Filmemacher Alexander Schiebel war zur Diskussion nach Ludwigsburg gekommen.
Verkohlte Insekten, vergiftete Flüsse und Erdöl-Bohrtürme, die es so eigentlich gar nicht mehr geben sollte: Auf der Toxic-Tour durch Ecuadors Regenwald führt Donald Moncayo Interessierte aus der ganzen Welt zu veralteten Erdöl-Anlagen. Anlagen, die über ein Prozent des globalen Co2-Ausstosses ausmachen.
Was ein durchaus ernst gemeintes politisches Fernziel ist, beginnt seine Karriere in der Öffentlichkeit als European Balcony Project:
Immer mehr Menschen sind gute und gesunde Lebensmittel wichtig: Sie entscheiden sich für saisonale, biologische und regionale Nahrungsmittel und gegen Produkte industrieller Landwirtschaft. Aber die Entscheidungen von uns Verbraucher/innen sind nur ein erster Schritt. Solange große Industriebetriebe den Löwenanteil der EU-Gelder erhalten, wird sich nicht wirklich etwas ändern.
Wenige Dinge auf unserer Erde sind so kostbar und lebensnotwendig wie Samen. Verehrt und geschätzt seit Beginn der Menschheit, sind sie die Quelle allen Lebens. Diese wertvollste aller Ressourcen ist bedroht: Mehr als 90 % aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Biotech-Konzerne wie Syngenta, Bayer und Monsanto kontrollieren mit genetisch veränderten und pestizidbehandelten Monokulturen den globalen Saatgutmarkt…
Die Ringvorlesung ist im Bereich generische Kompetenzen anrechenbar. Studierende verpflichten sich an zwei von vier Workshops teilzunehmen: Theater der Unterdrückten, Exkursion, Aktivierungsworkshop Ernährungssouveränität, Lernen von Projektbeispielen im Sahel mit der Caritas International.