Erster europäischer Haar-Test zeigt:
Hormonverändernde Pestizide im Körper jeder zweiten Person
“Die Ergebnisse sind alarmierend. In 60 Prozent der Proben wurden eindeutige Rückstände von hormonverändernden Pestiziden gefunden. Jede zweite Testperson hat substantielle Mengen endokriner Disruptoren im Körper. Die Ergebnisse müssen ein Weckruf sein, das Zulassungsverfahren für Pestizide zu verschärfen. Alle Studien müssen öffentlich werden, auch wenn die Ergebnisse des Agrarchemieherstellern nicht passen. Hormonverändernde Substanzen müssen überall aus der Landwirtschaft verschwinden.“
Drei Landstriche in Frankreich. Wenige Tausend Einwohner. Und seit Jahren immer wieder Neugeborene ohne Arme oder Hände. Erst jetzt fiel es auf – und alle sind ratlos.
Eine breit angelegte Europäische Allianz einerseits von Experten der Toxikologie, des Europäischen Rechts und der Politikwissenschaften, und anderseits von Tausenden von EU-Bürgern schließt sich zusammen, um „neue Regeln“ bei der Pestizid-Zulassung einzufordern. Ausschlaggebend waren unter anderem die Tricksereien und Mogeleien bei der Wieder-Zulassung respektive der 5-Jahres-Verlägerung des Pestizids „Glyphosat“, bei dem der deutsche Minister Schmidt die unrühmlichste Rolle aller Akteure gespielt hat.
Verkohlte Insekten, vergiftete Flüsse und Erdöl-Bohrtürme, die es so eigentlich gar nicht mehr geben sollte: Auf der Toxic-Tour durch Ecuadors Regenwald führt Donald Moncayo Interessierte aus der ganzen Welt zu veralteten Erdöl-Anlagen. Anlagen, die über ein Prozent des globalen Co2-Ausstosses ausmachen.
Pestizide landen nicht nur dort, wo sie gespritzt werden. Durch Wind, Verdunstung oder fehlerhafte Ausbringung landen die Ackergifte auch auf benachbarten Feldern, in Gärten oder Gewässern, und sogar in Schulen und auf Spielplätzen, wie eine neue Studie aus Belgien zeigt.