Offener Brief ans Europaparlament

Weltweites Moratorium für Gene Drives

Wir vom “Malser Weg” schließen uns dem „Offenen Brief“ vom UMI München an

Gene Drives sind ein neues gentechnisches Werkzeug, mit dem genetische Veränderungen auf ganze Populationen von Pflanzen oder Tieren übertragen werden sollen. Damit könnten in Zukunft möglicherweise gesamte Populationen und unter Umständen sogar gesamte Spezies manipuliert oder ausgelöscht werden.

Am bekanntesten sind Gene Drive-Versuche mit Malaria-Mücken. Geplant sind jedoch auch Anwendungen in der Landwirtschaft, etwa die Ausrottung der Kirschessigfliege. Auch die Möglichkeit, herbizidresistente Beikräuter wieder empfindlich gegenüber Herbiziden zu machen, wird diskutiert.

Das Verändern oder Auslöschen ganzer Populationen oder Spezies kann gravierende Folgen für die empfindlichen Ökosysteme des Planeten nach sich ziehen. Je mehr Arten aus einem Ökosystem entfernt werden, desto instabiler wird das System, bis es schließlich sogar ganz kollabieren kann. Hinzu kommt, dass die Lücke, die beim Verschwinden einer Art aus einem Ökosystem entsteht, durch eine oder mehrere andere Arten ersetzt werden kann. Diese Arten können dann möglicherweise noch unliebsamer für uns Menschen sein. Im Falle einer Auslöschung der Malariamücken könnte ihr Lebensraum von einer anderen Mückenart übernommen werden, die ebenfalls Krankheitsüberträger ist. Aber auch wenn die entstandene Lücke nicht ersetzt wird, kann es zu beträchtlichen Problemen kommen: Ganze Nahrungsnetze können zusammenbrechen.

Link: Offener_Brief_Europaparlament >>

1 Kommentar

  1. KLaus Griesser

    Die vorgeschlagene Methode ist allein im Interesse der Lebensmittelkonzerne, jegliche Forschung in Richtung Ausrottung von „Schädlingen“ ist einseitig umsatzorientiert, gegen die Biodiversität gerichtet und sicher eine Sackgasse.

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