Bienensterben wegen exzessiven Einsatzes von Pestiziden
Die exzessive Ausbringung von Pestiziden soll in Friaul-Julisch Venetien seit Jahren zum Bienensterben beitragen. Unter Verdacht stehen eine Reihe von Insektiziden, die sogennanten Neonicotinoide. Jetzt wurde von der staatlichen Forstpolizei gehandelt.
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Wegen übertriebenen Gebrauchs von Pestiziden, was ein massives Bienensterben zur Folge gehabt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft von Weiden/Udine Ermittlungen gegen 38 Landwirte aufgenommen. Rund 20 Mais- und Sojafelder in der Gegend der Stadt wurden beschlagnahmt. Es ist dies die erste Maßnahme der Justizbehörden dieser Art in Italien. Der Verdacht lautet auf massive Schädigung der Umwelt. Die Ermittlungen waren aufgrund von Anzeigen einiger Imker im Raum Udine aufgenommen worden, die ein starkes Bienensterben festgestellt und es mit dem Gebrauch von Neonicotinoiden in Verbindung gebracht hatten.
Hauptgrund für die starken Rückgänge der Vogelbestände ist die intensive Nutzung der Agrarflächen. Je nach Art gab es zwischen 1998 und 2016 in Österreich einen Rückgang von bis zu 90 Prozent. Aufgrund dieser Zahlen fordert Greenpeace eine baldige „Agrarwende“.

Die Landwirtschaft ist bis heute die wichtigste Erwerbsquelle und der größte Wirtschaftszweig der Welt. Ein Drittel aller arbeitenden Menschen ist in der Landwirtschaft beschäftigt. Millionen von Kleinbauern, Subsistenzlandwirten, Hirten, Fischern und Indigenen produzieren in Asien und Afrika meist auf kleinsten Flächen den größten Teil aller Lebensmittel, die die Menschheit vertilgt. Für die Agrarpolitik, ihre internationalen Institutionen und auch für die private und öffentliche Forschung waren Subsistenz und Kleinbauern jahrzehntelang nur rückschrittliche „Auslaufmodelle” einer vorindustriellen Wirtschaftsweise.
Müde, traurig und zornig