Abstimmung im EU-Parlament
In Bälde stimmt das EU-Parlament über ein Gesetz ab, das das Ende des Unkrautvernichters Glyphosat bedeuten kann. Das Gesetz würde geheime Studien der Pestizidhersteller endlich öffentlich machen. In unserem Kampf der vergangenen Jahren gegen Glyphosat haben wissenschaftliche Studien eine entscheidende Rolle gespielt. Die Hersteller behaupteten, ihre Studien würden beweisen, dass Glyphosat ungefährlich sei – das war nicht überprüfbar, die Studien blieben geheim.

Ein weiterer Rückschlag für die Glyphosat-Verteidiger: In einer Studie hat man überzeugende Hinweise gefunden, wie Glyphosat Honigbienen schädigt.
Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat gehört zu den umstrittensten Chemikalien unserer Tage. Entwickelt wurde es vom ursprünglich amerikanischen, kürzlich von Bayer übernommenen Unternehmen Monsanto – und es steht im Verdacht, schädigende Nebenwirkungen zu haben.
Der Agrarkonzern Monsanto wurde in den USA im Zusammenhang mit dem Wirkstoff Glyphosat erstinstanzlich zu einer Schadenersatzzahlung an einen krebskranken Kläger verurteilt. EU-Pariamentarier Herbert Dorfmann über die Frage, ob sich das Urteil auf Europa auswirken wird.