Pestizide in der Val Müstair (CH) und doch im Vinschgau

Der schweizerische Teil des Münstertales ist ein regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung und hat zu 80 % biologisch bewirtschaftete Betriebe. Um eine mögliche Verfrachtung der Pestizide aus dem Vinschgau ins Münstertal zu prüfen, hat das Amt für Natur und Umwelt Graubünden in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Biosfera Val Müstair zwei Untersuchungen in Auftrag gegeben.
Messkampagne_Münstertal_2019.pdf

Einerseits wurde im Münstertal die Pestizidbelastung in der Luft mit Passivsammlern durch das Umweltinstitut München untersucht, analog zur Studie von 2018 im Vinschgau. Andererseits führte Rolf Herzig von Phytotech Foundation Bern ein orientierendes Pestizidmonitoring zur Methodenüberprüfung mit Flechten durch. Die Resultate der Passivsammler-Untersuchungen sind im Folgenden zusammengefasst.

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Der erste Passivsammlerstandort lag bei der Landesgrenze und war somit am nächsten zum Vinschgau gelegen. Der zweite Standort wurde in der Nähe der Ortschaft Müstair gesetzt. Der dritte Standort wurde weiter in Richtung Ofenpass gewählt und lag am Rande der Ortschaft Valchava (siehe Abbildung 1)

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Insgesamt wurden die Passivsammlerproben auf 29 verschiedene Pestizidwirkstoffe untersucht, davon konnten 10 Pestizide bei der Landesgrenze, 7 in Müstair und 3 in Valchava nachgewiesen werden (siehe Abbildung 2). Im Vinschgau konnten im Jahr zuvor bis zu 20 Pestizide an zwei von vier Standorten nachgewiesen werden, wobei diese zwei Standorte in unmittelbarer Nähe von konventionell bewirtschafteten Obstplantagen lagen.

… und LR Schuler behauptet ja immer, dass sie die Abdrift im Griff haben. Bis nach Valchava, inmitten in der Val Müstair (CH) sind aber Rückstände von Pestiziden aus dem Vinschgau nachweisbar!!

www.gr.ch/Mitteilungen
www.srf.ch/schweiz/pestizide-aus-suedtirol
www.br.de/pestizide-auf-abwegen
www.suedtirolnews.it/pestizide-aus-suedtirol