Studien aus dem Fälscherlabor
- Zulassungsverfahren von Pestiziden in der Kritik

- Gefahr von Gefälligkeitsgutachten
- Fragwürdiger Stempel „Gute Laborpraxis“


© srf.ch
Der Kanton Bern hat ein Trinkwasser-Problem. Ebenso der Kanton Aargau. Schätzungsweise müssen in der ganzen Schweiz über eine Million Menschen Wasser trinken, dass Abbaustoffe von Pflanzengiften enthält. Zu diesem Schluss kommt der Schaffhauser Kantonschemiker Kurt Seiler.
Ich schließe mich vollinhaltlich der Meinung des Umweltinstitutes München an: „An diesem Dienstag wurde ein Entwurf der neuen Biodiversitätsstrategie der EU öffentlich: Aus den geleakten Dokumenten geht hervor, dass die EU-Kommission den Pestizideinsatz bis 2030 um 30 Prozent reduzieren will.
Die Anwendung des wahrscheinlich krebserregenden Pestizids Chlorothalonil ist seit Anfang Januar 2020 verboten. Vergangenen Jahres wurde bekannt, dass die Grenzwerte im Grundwasser von einigen Chlorothalonil-Abbauprodukten massiv überschritten wurden. Es könnte der Anfang einer Welle von Verboten sein – im Rahmen eines vom Bund eingeführten Programms werden zugelassene Pestizide erneut überprüft.
*Abbauprodukte im Grundwasser nachgewiesen. * Wie schädlich sind die Abbauprodukte?
Ein Forschungsteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat eine einfache Methode entwickelt, um Glyphosat aus Wasser zu entfernen. Dabei setzen sie auf Eisenoxidpartikel die an das Herbizid binden. Mit Magneten wird der Glyphosat-Eisenoxid-Komplex anschließend aus dem Wasser gefiltert.
Quarks – Folge 25 – 19.11.2019 WDR
In der konventionellen Landwirtschaft läuft ohne Pestizide fast nichts. Jedes Jahr bringen die Landwirte in Deutschland auf einem Hektar Fläche durchschnittlich etwa neun Kilogramm Pestizide aus. Aber mittlerweile haben Ackergifte wie Glyphosat einen schlechten Ruf. Zu Recht?
Das Insektizid Chlorpyrifos gilt als höchst giftig. Es steht unter dem Verdacht, Gehirne und Nerven von Embryos zu schädigen. Trotzdem wird es auch in der EU großflächig eingesetzt, unter anderem bei Zitrusfrüchten. Die Zulassung des Mittels, der angeblich eine falsche Studie zugrunde lag, wurde in den vergangenen Jahren trotz herber Kritik mehrfach verlängert. Nun einigte sich die EU aber auf ein Verbot.
Die Tocher des deutschen Chemie- und Pharmakonzerns Bayer, Monsanto, hat vor einigen Jahren zwei deutsche Glyphosatstudien mitfinanziert, ohne das kenntlich zu machen. So eine verdeckte Einflussnahme auf die Debatte über den Unkrautvernichter sei „inakzeptabel“, teilte Lobbycontrol heute mit.
Das österreichische Verbot von Glyphosat, das mit 2. Juli 2019 im Parlament verabschiedet worden ist, kann am 1. Jänner 2020 in Kraft treten. Das berichteten am Montag die Umweltschutzorganisationen Global 2000 und Greenpeace Österreich. Die EU-Kommission legte kein Veto ein.

© ECO vom 02.09.2019
Mit welchen Mitteln behandeln die Schweizer Bauern ihre Pflanzen? Und wie gefährlich sind sie?
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