Pestizide begünstigen chronische Krankheiten

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Paprika, Trauben, Äpfel, Tomaten, Salate und neuerdings auch Johannisbeeren zählen – sofern sie aus konventionellem Anbau stammen – mittlerweile zu den Spitzenreitern in Sachen Pestizidbelastung. Laut zahlreicher Studien tragen diese von Natur aus wertvollen Lebensmittel nun zu einer epidemieartigen Ausbreitung chronischer Krankheiten bei.
Bis zu einer Million Tier- und Pflanzenarten könnten in den kommenden Jahrzehnten aussterben, warnten WissenschaftlerInnen erst kürzlich. Neben dem Klimawandel gilt die intensive Landwirtschaft als eine der Hauptursachen für dieses Massensterben. Wir brauchen deshalb einen radikalen Kurswechsel in der Agrarpolitik! Einer der wichtigsten Hebel ist dabei die drastische Reduktion des Pestizideinsatzes. Darum kämpfen wir gerade an vielen Fronten gleichzeitig gegen die Ackergifte: Mit einem großangelegten Messprojekt werden wir in diesem Jahr nachweisen, wie sich die Gifte durch die Luft verbreiten.



«Schlimmer als befürchtet», nennt der Schweizerische Fischerei-Verband SFV die Pestizid-Belastung der Schweizer Gewässer aufgrund von zwei publizierten EAWAG-Studien. Seriöser und wissenschaftlicher als eine Studie durch die Fachleute der EAWAG geht gar nicht! Umso schockierender sind die Ergebnisse der publizierten EAWAG-Studien über die Belastung durch Pflanzenschutzmittel in Gewässern landwirtschaftlich genutzter Einzugsgebiete.