Studien zur Nutzung von Glyphosat auch in Großbritannien von Monsanto finanziert.
Ulrich Müller von LobbyControl: „Wohlstandsverluste in Milliardenhöhe“ – dazu soll es kommen, wenn das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat verboten wird. So legen es zumindest wissenschaftliche Studien dar – Studien, die unter dem Deckmantel wissenschaftlicher Neutralität angepriesen wurden, aber in Wirklichkeit vom Glyphosat-Hersteller Monsanto finanziert wurden. Das hat LobbyControl im Dezember nach eigenen Recherchen der Öffentlichkeit mitgeteilt.
Die Tocher des deutschen Chemie- und Pharmakonzerns Bayer, Monsanto, hat vor einigen Jahren zwei deutsche Glyphosatstudien mitfinanziert, ohne das kenntlich zu machen. So eine verdeckte Einflussnahme auf die Debatte über den Unkrautvernichter sei „inakzeptabel“, teilte Lobbycontrol heute mit.
Der Agrarkonzern Monsanto wurde in den USA im Zusammenhang mit dem Wirkstoff Glyphosat erstinstanzlich zu einer Schadenersatzzahlung an einen krebskranken Kläger verurteilt. EU-Pariamentarier Herbert Dorfmann über die Frage, ob sich das Urteil auf Europa auswirken wird.