Schlagwort: Neonicotinoide

Verbotene Pestizide weit verbreitet

Österreich: nicht zugelassene Spritzmittel im Einsatz

[…] Offengelegt wird, dass 2018 in Österreich 43 Notfallzulassungen erteilt wurden, darunter auch für das als hoch bienengefährlich eingestufte Präparat Mocap. 44-mal wurde diese Hintertür 2017 geöffnet, ähnlich oft auch in den Jahren zuvor. Neben Mocap regelmäßig zum Einsatz kam etwa das umstrittene Antibiotikum Streptomycin. Heuer ließ das Bundesamt für Ernährungssicherheit von Jänner bis Februar 18 Anträge zu – unter anderem drei für Neonicotinoide. […]

Link: mobil.derstandard.at/Verbotene-Pestizide-weit-verbreitet

Insektengifte

Nicht schon wieder!

Erst Anfang April wurde auf EU-Ebene beschlossen, den Einsatz von drei Pestiziden aus der Gruppe der Neonicotinoide im Freiland zu verbieten. Auch die Deutsche Bundesregierung hat diesem Vorschlag der EU-Kommission zugestimmt, da die Pestizide für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten besonders gefährlich sind. Doch jetzt liegen in Deutschland mehrere Anträge auf die Zulassung von Pestizidmischungen vor, die die neuen Insektengift-Wirkstoffe Sulfoxaflor, Cyantraniliprol und Flupyradifuron enthalten. Diese weisen eine ähnlich verheerende Wirkung wie die gerade erst verbotenen Neonicotinoide auf. Diese Pestizidmischungen auf den Markt zu bringen, wäre angesichts des dramatischen Insektensterbens verantwortungslos. Die Fehler, die mit der Zulassung der Neonicotinoide gemacht wurden, dürfen sich nicht wiederholen!

Hier kann man mitmachen:
https://www.umweltinstitut.org/neue-insektengifte

Pestizide durch die Hintertür

Johann G. Zaller

Johann Zaller - Pestizide

© Fred Tanneau

Kommentar im „Der Standard“ vom 16.12.2018

In Österreich wurden EU-weit verbotene Neonicotinoide über eine Notfallzulassung für Rübenbauern wieder erlaubt.

Link: derstandard.at/Verbotene-Pestizide

Getrübter Blick

Roland Netter

Roland Netter - Imker

© agrarfoto.com

[…] Für mich ist unverständlich, dass die Landwirtschaft ständig Produkte verteidigt die zu Recht wegen Umweltschäden in Misskredit gekommen sind. Schadwirkungen werden solange bestritten bis es nicht mehr geht. Die wahren Verursacher die Chem. Industrie, die PSM-Produzenten, die so manche Zulassungen durch fragwürdige Vorgangsweisen (Manipulationen?) erschlichen haben, sowie die Zulassungsbehörden wurden und werden von Landwirten nie kritisiert.

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Freiland-Verbot

Erfolg: Freiland-Verbot für Bienengifte (Neonicotinoide)!

Neonicotinoide - ConfidorGute Nachrichten für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Insekten und alle weiteren Tiere und Menschen: Die EU-Mitgliedstaaten haben am 27.04.2018 für ein Freiland-Verbot von drei besonders gefährlichen Neonicotinoiden gestimmt.
Die Entscheidung der EU-Mitgliedstaaten wäre nun die Chance, endlich und gänzlich aus der Pestizid-Falle auszusteigen.
Wir in Mals und alle Menschen guten Willens kämpfen jedenfalls so lange, bis wir eine echte Agrarwende erreicht haben. Dass es auch ohne chemisch-synthetische Pestizide geht, zeigt die ökologische Landwirtschaft tagtäglich.

Neonicotinoide & Agrios

Einige der im Südtiroler AGRIOS –Programm 2017 gelisteten Neonicotinoide:

Imidacloprid ist ein systemisches Insektizid aus der Gruppe der Neonicotinoide. Die Substanz wurde 1985 in den Labors der Bayer AG erstmals synthetisiert. Bayer stellt Imidacloprid seit Anfang der 1990er-Jahre im industriellen Maßstab her, es wird in etwa 120 Ländern der Erde eingesetzt. Einige Experten nehmen an, dass Imidacloprid derzeit das weltweit meistverwendete Insektizid ist. Handelsnamen z.B.: Admire, Confidor (in Europa), Connect, Evidence, Gaucho (Beize), Leverage, Muralla, Provado und Trimax

Acetamiprid (Handelsname z.B. „Careo“)
Clothianidin (Handelsname z.B. “Poncho“)
Thiacloprid (Handelsname z.B. „Calypso“)

Datei: NEONIC_u_THIACLOPRID.pdf
(als PDF zum Herunterladen)

Studie zu Neonicotinoiden

„So eindeutig, dass die Politik nicht mehr entkommen kann“

Nach einer Studie der europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit ist klar: von Neonicotinoiden geht ein Risiko für Insekten (Bienen) aus. „Die Klarheit war im Prinzip schon vorher gegeben, aber sie ist jetzt auf den neuesten Stand gebracht“, sagte Prof. Dr. Randolf Menzel vom Institut für Biologie der FU Berlin im Dlf. „Der Gesetzgeber muss das jetzt verbieten“.

Link: Beitrag im Deutschlandfunk vom 28.02.2018 »

Neonicotinoide & Bienen & EFSA

Neonicotinoide: Bienen in Gefahr. Wacht die EFSA endlich auf?

„Die potenziell tödliche Gefahr lauert in Blütenpollen und Nektar, im aufgewirbelten Staub bei der Aussaat, im Wasser: Auf unterschiedlichen Wegen nehmen Bienen für sie gefährliche Neonicotinoide auf. Diese Mittel können die Insekten Experten zufolge bereits bei einer niedrigen Dosierung lähmen, töten oder Lernvermögen und Orientierungsfähigkeit beeinträchtigen.

Landwirte setzen die Pestizide als Saatgutbeizmittel ein, um die angebauten Pflanzen vor Schädlingen zu schützen. Damit können sie aber Bienen schaden. Das ist keine neue Erkenntnis und wurde jetzt durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht verdeutlicht.“

Link: https://www.stol.it/Neonicotinoid-Bienen-in-Gefahr

Neonicotinoide: Bienen in Gefahr

Neonicotinoide können die Insekten bereits bei einer niedrigen Dosierung lähmen oder auch töten.

  • Landwirte setzen die Pestizide als Saatgutbeizmittel ein, um die angebauten Pflanzen vor Schädlingen zu schützen.
  • Damit können sie aber u.a. auch Nützlingen, insbesondere Bienen schaden.
  • Das ist keine neue Erkenntnis und wurde jetzt durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht verdeutlicht.
  • Die Experten der Behörde mit Sitz im italienschen Parma werteten diverse wissenschaftliche Studien zu dem Thema aus.
  • Kritik kam (naturgemäß) vom Neonicotinoid-Hersteller Bayer.
  • Die Schlussfolgerungen stünden im Widerspruch zu anderen umfassenden wissenschaftlichen Beurteilungen zur Bienengesundheit.
  • Der Ball ist wieder bei der Politik in Brüssel, die am 22. März über ein Freiland-Verbot diskutiert. Eine Entscheidung erscheint ungewiss.

Link: https://www.stol.it/Chronik-im-Ueberblick/Neonicotinoid-Bienen-in-Gefahr

Quelle: (C) https://www.stol.it/

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