Vom WeMove.EU-Team
Mitte Dezember wurde ein wichtiger Erfolg gegen das Ackergift Glyphosat erzielt. Das EU-Parlament hat entschieden, dass die Industrie ihre bisher geheimen Studien veröffentlichen muss. Das soll Gesetz werden!
Mitte Dezember wurde ein wichtiger Erfolg gegen das Ackergift Glyphosat erzielt. Das EU-Parlament hat entschieden, dass die Industrie ihre bisher geheimen Studien veröffentlichen muss. Das soll Gesetz werden!
Zwei international anerkannte Experten aus Argentinien, der Jurist Juan Ignacio Pereyra und der Arzt Damian Verzeñassi von der Medizinischen Fakultät der Universität Rosari berichten im Haus der Bauern in Kirchberg/Jagst“
Marbacher Zeitung vom 12.12.2018
Link: www.marbacher-zeitung.de/hoher-pestizid-einsatz-in-suedamerika
Inwieweit Glyphosat oder freiverkäufliche glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel Einfluss auf Zellen des peripheren Nervensystems haben, das haben Neurowissenschaftler der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Essen (UK Essen) untersucht. Das Ergebnis: Glyphosat-basierte Pflanzenschutzmittel können schädigenden Einfluss auf das sogenannte periphere Nervensystem haben. Dabei spielen nicht deklarierte und benannte Inhaltsstoffe in diesen Pflanzenschutzmitteln eine wichtige Rolle. Die Studie wurden nun in der renommierten Fachzeitschrift Acta Neuropathologica veröffentlicht.
Datei: Universität Essen Glyphosphat.pdf
(als PDF zum Herunterladen)
Die einen nutzen sie, die anderen bekämpfen sie: Im Vinschgau in Südtirol wird der Einsatz von Pestiziden heiß diskutiert. Wie gefährlich diese für den Menschen wirklich sind, ist oft unklar. Das europäische Zulassungssystem ist fehleranfällig.
Link: www.br.de/pestizide-vom-winde-verweht
„Unser Zulassungssystem ist mangelhaft. Mein Vertrauen in das System, das uns vor giftigen Pestiziden schützen soll, ist erschüttert.“
Prof. Philippe Grandjean, Universität Harvard (USA)

Sven Giegold
Sven Giegold (Sprecher Europagruppe der Grünen) , MEP schreibt uns:
Erfolge und Enttäuschung zu Transparenz und Vorsorgeprinzip:
An Weihnachten werden sie vor dem Herrn der Schöpfung niederknien. Und dann ab dem nächsten Werktag glyphosatgetränkt weiterhin die Schöpfung ruinieren.
Ein Artikel von: Albrecht Müller: So sind sie, unsere Christsozialen und Christdemokraten. Scheinheilig. Doppelbödig. Verschlagen – wie CSU-Agrarminister letzthin (2017) auf dem Gang nach Brüssel. Glyphosat wird weiter eingesetzt, koste es, was es wolle.
Link: www.nachdenkseiten.de
Als Reaktion auf die umstrittene Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat bis 2022 hat ein Sonderausschuss des EU-Parlaments strengere Prüfmechanismen für Pestizide gefordert. Künftig sollen Studien zu den Wirkstoffen besser öffentlich zugänglich sein, wie es in dem Bericht heißt, den der Ausschuss heute mit großer Mehrheit verabschiedete.
Philippe Grandjean, Universität Harvard (USA): „Unser Zulassungssystem ist mangelhaft und es erschüttert mein Vertrauen […]“.
o Zum Beispiel werden in Europa über 100 Pestizide versprüht, obwohl deren Zulassung längst abgelaufen wäre…
o Ja, wen wundert`s, denn:

© www.web.br.de
Eine Datenanalyse des BR zeigt, wie Behörden Risikobewertungen der Industrie übernehmen. Ob die Gefährlichkeit eines Stoffes wirklich überprüft wurde, ist nicht nachvollziehbar. — von Eva Achinger, Renate Ell, Steffen Kühne und Lisa Wreschniok

© Foto: www.zdf.de
Fast ein Jahr lang wurde mit der EU-Kommission gestritten, damit die Studien über die Gefährlichkeit des neuen Insektengifts Sulfoxaflor eingesehen werden können. Doch der EU-Kommission waren die kommerziellen Interessen der chemischen Industrie wichtiger als das Recht auf Zugang zu wichtigen Umweltinformationen. Mit einer Reportage ist das ZDF-Politmagazin Frontal 21 der Geheimniskrämerei um Sulfoxaflor nun auf den Grund gegangen:
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